Jagd im Winter: Die perfekte Jagdbekleidung für Winteransitz und Ranzzeit

Die Jagd im winterlichen Revier lockt mit guter Sicht dank Schnee und Mondlicht.

Die Kehrseite davon bekommt der Jäger aber schnell zu spüren, wenn er sich für die falsche Bekleidung entschieden hat: Es wird kalt. Richtig kalt.

Meist fängt man zuerst an den Oberschenkeln an zu frieren. Kurz oberhalb vom Knie, wo sich die Hose spannt und eng anliegt. Dadurch bleibt kein Platz mehr für das wärmende Luftpolster. Dicht gefolgt frieren dann Zehen und Finger.

Winterjagdbekleidung

Ohne die richtige Bekleidung wird die Jagd im Winter schnell ungemütlich.

Gerade jetzt im Januar sitzt man häufig auf das vorsichtige Schwarzwild an. Vor allem, wenn es wie bei uns im Pirscher Shop Revier starken Schwarzwildbestand gibt und die Felder bewacht werden müssen.

Die Sauenjagd läuft meist auf einen Nachtansitz hinaus.

Gerade wenn Schnee liegt, kann man eigentlich die ganze Nacht draußen bleiben, da sich die Sauen ideal auf dem weißen Grund abzeichnen. Durch die Reflexion vom weißen Schnee hat man sogar ohne Mondschein meist gute Sicht.

Der Nachteil beim Ansitz in der Nacht:

Je später die Stunde, um so kälter wird es, denn die frostigen Temperaturen ziehen an. Da macht die Jagd nur mit der richtigen Bekleidung Spaß.

 

Unsere erprobte Jagdbekleidungs-Kombination für den Winteransitz 2017

 

Nachdem sich der Winter in dieser Saison zuerst nicht blicken lassen wollte, lässt er nun nicht mehr locker. Anhaltende Minustemperaturen machen dem Jäger das Leben schwer.

Wir haben deswegen den Selbstversuch gemacht und getestet, wie die ideale Kleidungskombination für diesen Winter aussieht, um schön warm zu bleiben. Und es ist uns gelungen: Wir haben der Kälte mit warmer Jagdbekleidung getrotzt!

 

Nun von unten nach oben und Schicht für Schicht:

 

1. Warme Füße

BLASER_JAGDSTIEFEL_WINTER

Die Winterstiefel von Blaser sind gut isoliert.

Damit die Füße warm bleiben, braucht man zunächst dicke warme Socken. Außerdem sind gefütterte Jagdstiefel wichtig.

Wir setzen auf die Winterstiefel von Blaser, die bei uns im Shop sehr beliebt (und daher leider fast ausverkauft) sind. Auch wenn man länger steht, dringt kaum Kälte durch die Sohle ein, weil diese gut isoliert ist.

 

2. Unterste Schicht

Als unterste Bekleidungsschicht diente in unserem Experiment das Merino-Unterwäscheset Coldfront von Härkila (besteht aus Unterhemd und langer Unterhose). Sehr gut gefallen hat uns daran der extra hoch geschnittene Kragen mit Reißverschluss. Das Unterhemd lässt sich dadurch bis zur Nase hoch zumachen.

Wenn man dann noch eine Mütze trägt, bleibt zwischen Mütze und Revers nur ein kleiner Schlitz für die Augen frei. So ist das Gesicht gut geschützt vor der eisigen Winterluft. Wer das nicht möchte, kann den Kragen einfach umschlagen und das Unterhemd wie einen Rollkragenpullover tragen.

 

3. Mittlere Schicht

Glacier Pullover von Pinewood: Top Preis-Leistung.

Top Preis-Leistung: Glacier Pullover.

Wir haben das Ganze ‚obenrum‘ mit einem Seeland Glacier Pullover kombiniert. Der ist extrem warm, da er zu 100 % aus Lammwolle besteht und bietet mit 70 Euro ein anständiges Preis-Leistungsverhältnis.

Ein großer Vorteil: Obwohl es sich um einen Wollpullover handelt, ist er waschmaschinengeeignet. Das hat uns überzeugt!

 

4. Oberste Schicht

Als oberste Schicht hat uns hat diesen Winter das Metso Loden-Winterset von Härkila absolut begeistert (besteht aus Lodenjacke  und Lodenhose). Das weiche Lodenmaterial ist absolut geräuscharm und hat eine gute Isoliereigenschaft.

Die spezielle Primaloft Wattierung speichert die Körperwärme zusätzlich. Außerdem sind Jacke und Hose durch die eingearbeiteten Bionic Finish Membrane winddicht und wasserabweisend.

Pirscher Shop Tipp: Das Loden Set "Metso" von Härkila.

Pirscher Shop Tipp: Das Loden Set „Metso“.

Positiv aufgefallen ist uns bei der Hose, dass die oben beschriebene Oberschenkel-Frier-Problematik hier nicht auftritt, denn das Material lässt sich durch leichtes Zupfen gut auflockern, so dass die wärmende Luftschicht erhalten bleibt.

 

5. Bonus-Schicht

Sollte es so richtig ‚zapfig kalt‘ sein (= bayerisch für extreme Kälte), kann man zusätzlich auf den Outrider Ansitzsack von Seeland zurückgreifen. Bei uns war das dieses Jahr (zum Glück) noch nicht notwendig.

 

6. Kopfbedeckung

Unser Tipp für warme Ohren ist die Härkila Viken Wendemütze.

Hält warm: Wendemütze von Härkila.

Hält warm: Wendemütze von Härkila.

Sie ist mit 80 Euro zwar teuer, aber unserer Ansicht nach jeden Cent wert: Da die Mütze aus 100 % aus Wolle besteht, wärmt sie bestmöglich. Außerdem hat sie eine Gore Windstopper Membrane, die sie winddicht und wasserabweisend macht.

Spätestens seit der letzten Drückjagd, bei der uns der Wind durch eine normale Mütze zu sehr durch gepfiffen hat, schwören wir auf diese Mütze. Gerade wenn es sehr zugig ist, sind normale Mützen keine optimalen Kopfwärmer.

 

7. Warme Hände

Praktischer Jagdhandschuh von Pinewood.

Winter-Fäustlinge von Pinewood.

Damit die Finger warm und der Schuss sicher bleiben, sind die Pinewood Fäustlinge zum Umklappen unersetzbar.

Der vordere Fäustlingsteil kann bei diesen fingerlosen Handschuhen einfach umgeklappt und festgeklettet werden.

Wirklich gut durchdacht finden wir auch den separat umklappbaren Daumenteil.

 

Unser Fazit: Getestet und für gut befunden!

Die beschriebene Kombination ist ein absolut wintertaugliches Outfit für kalte Winteransitze.

Besonders das Lodenset von Härkila können wir zu 100 % empfehlen. Es durch den Daunenersatz Primaloft sehr warm gefüttert. Und Loden ist von Haus aus bereits extrem warm und geräuschlos. Für den Schwarzwildansitz bei Nacht also super geeignet!

 

Besondere Anforderungen in der Ranzzeit

Raubwild ist schwierig zu bejagen.

Nicht umsonst spricht man im Volksmund vom ‚listigen Fuchs‘. Um den Fuchs anzulocken, wird daher gerne ein Ranzlocker eingesetzt.

Da der Fuchs ein unglaublich gutes Gehör hat (er hört sogar Mäuse unter der Schneedecke!), kommt es bei der Fuchsjagd ebenfalls auf möglichst lautlose Kleidung an.

Was die winterliche Jagdbekleidung bei der Fuchsjagd betrifft, gibt im es Unterschied zur Schwarzwildjagd jedoch eine Besonderheit zu beachten.

Schneetarn Winterjagdbekleidung

Bei der Fuchsjagd kommt es auf gute Tarnung an!

Obwohl der Fuchs sowohl tagsüber als auch nachts bejagt werden kann, ist es doch am schönsten bei Tage oder Dämmerung im Schnee.

Dann allerdings muss man zusätzlich bedenken, dass der Fuchs auch sehr gut äugt. Eine gute Tarnung, wie sie zum Beispiel Schneetarnkleidung bietet, ist also von Vorteil.

 

Wir vom Pirscher Shop wünschen nun für den nächsten Winteransitz wenige Frostbeulen, viel Erfolg und tolle Erlebnisse.

 

Waidmann’s Heil!

 

 

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